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09.03.2018

Das Diakonengesetz als empfehlenswerte Lektüre

180 Diakoninnen und Diakone tauschen sich beim Tag der Diakoninnen und Diakone zu berufspolitischen Themen aus.
Von: Arnica Mühlendyck

In der Philippuskirche in Rummelsberg erläutert Prof. Dr. Stefan Ark Nitsche den 180 anwesenden Diakoninnen und Diakonen den PuK-Prozess.

Rummelsberg – Bereits zum dritten Mal hat der Rat der Diakoninnen und Diakone (RDD) einen berufspolitischen Tag für aktive Diakoninnen und Diakone organisiert. 180 Männer und Frauen tauschten sich über Besoldungs-, Beurteilungs- und Ausbildungsthemen aus.

Rektor Dr. Günter Breitenbach freute sich über die stabilen Ausbildungs- und Dienstanfängerzahlen. Derzeit seien 717 Diakoninnen und Diakone dienstlich aktiv, etwas mehr als die Hälfte davon im landeskirchlichen Bereich, fasste Breitenbach zusammen. Dabei sei es wichtig zu verstehen, dass „Diakone ihren diakonischen Schwerpunkt in das Miteinander der landeskirchlichen Berufsgruppen einbringen“, betonte er. „Diakone sind ebenfalls Schlüsselfiguren in der Landeskirche.“ Im Bereich der Diakonie sah Breitenbach vor allem die Seelsorge und Verkündigungsarbeit als verbindendes Element zwischen den verschiedenen Einsatzfeldern, die von pädagogischen über pflegerische bis hin zu Leitungsaufgaben reichten.

Diakon Jürgen Hofmann, Geschäftsführer der Diakoninnen und Diakone erläuterte einige Neuerungen im Bereich Beurteilung und Mitarbeitermietpreisverordnung. Besonders froh sei er, dass nun alle Dienstanfänger mit der gleichen Besoldungsstufe einsteigen können. Mit einem Augenzwinkern ermahnte er die anwesenden Diakoninnen und Diakone, sich die geltenden Regeln und Vorschriften immer wieder vor Augen zu rufen. „Das Diakonengesetz ist als Lektüre sehr zu empfehlen“, schlug er vor.

Aus dem Bereich der Ausbildung berichtete Diakon Dr. Johannes Haeffner, stellvertretender Ausbildungsleiter, vom guten Voranschreiten der Ausbildungsreform. Durch die Reform würde die Ausbildungszeit auf fünf Jahre verkürzt und die Fachausbildungen könnten besser mit der Theologie verschränkt werden, erläuterte Haeffner.

Als Gastredner informierte Regionalbischof Prof. Dr. Stefan Ark Nitsche über den aktuellen Stand des Prozesses „Profil und Konzentration“ (PuK) der Evangelischen Landeskirche in Bayern. Zentral für diesen Prozess sei die umkehrte Herangehensweise, erklärte Ark Nitsche. Erst müsse man sich über die Menschen im Raum kirchlichen Handelns Klarheit verschaffen und über die Grundaufgaben der Kirche. Dann erst mache es Sinn, über Organisationsstrukturen nachzudenken.

Am Nachmittag hatten die Diakoninnen und Diakone Gelegenheit, sich in Fachgruppen über ihr jeweiliges Arbeitsgebiet, Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten auszutauschen.

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