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Die Rummelsberger
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19.01.2017

Der Job des Perfekten ist schon vergeben

Studierendenbegleiterinnen der Diakoninnengemeinschaft Rummelsberg eingeführt
Von: Arnica Mühlendyck

Von links: Diakonin Regina Stadelmann, Pfarrerin Gabriele Gerndt, Diakonin Lotte Mahlmann, Diakonin Michaela Kleemann, Diakonin Carola Reichl, Diakonin Monika Protze, Karin Langguth, Diakonin Ulrike Kühn, Diakonin Bärbel Issler.

Rummelsberg - "Drei ganze Frauen auf drei halben Stellen" - so bezeichnen sich die seit September als Studierendenbegleiterinnen tätigen Diakoninnen Carola Reichl, Lotte Mahlmann und Regina Stadelmann selbst. Mit einem Gottesdienst wurden sie vergangene Woche in ihren Dienst eingeführt und gesegnet. Auch die neue Sekretärin der Diakoninnengemeinschaft, Karin Langguth, wurde in diesem Gottesdienst gesegnet für ihre Arbeit mit den Frauen.

Die Frauen des Vertrauensrats gestalteten den Gottesdienst, Pfarrerin Gabriele Gerndt führte in den Dienst ein. Um die vielseitigen und unterschiedlichen Talente dieses Frauenteams ging es in der Einführungsansprache von Diakonin Ulrike Kühn, die verschiedene biblische Frauenteams als Referenz anführt. Die Predigt hielten die drei Einzuführenden Carola Reichl, Lotte Mahlmann und Regina Stadelmann selbst. Sie sprachen von dem Spagat zwischen dem Anspruch, perfekt zu sein und dem Wissen, das nicht sein zu können. Dieser Spagat betrifft sie als Studierendenbegleiterinnen ebenso wie die Frauen in der Ausbildung zur Diakonin, die sie auf diesem Weg begleiten. "Gottseidank ist der Job des Perfekten aber schon vergeben - das kann nur Gott!", bestärkte Carola Reichl die jungen Frauen. "Fehler machen und daraus lernen, darauf kommt es an!"

Nach dem Gottesdienst stießen die Einzuführenden mit ihren Gästen an. Neben Familien und Freunden der drei Frauen waren unzählige Diakoninnen aus ganz Bayern angereist, um bei der Einführung dabei zu sein. Insgesamt gehören fast 300 Frauen zur Diakoninnengemeinschaft, 70 davon befinden sich noch in der Ausbildung. Diakoninnen arbeiten bayernweit in Einrichtungen der Rummelsberger Diakonie, in Gemeinden und Dekanaten und in anderen sozialen Bezügen als "Menschen an ihrer Seite", wie Regina Stadelmann es, angelehnt an den Leitspruch der Rummelsberger Diakonie, ausdrückte.

Ein "märchenhafter" Gruß aus der Brüderschaft stand am Anfang der Reihe der Grußworte. Diakon Jochen Mensching lieh Elemente bei den Gebrüdern Grimm, um das gute Miteinander von Diakoninnen und Diakonen auszudrücken. Diakonin Bärbel Issler, die stellvertretend für das Team der Hauptamtlichen der Diakoninnengemeinschaft ein Grußwort hielt, freute sich über den bunten Strauß an Frauen, die in diesem Team zusammenarbeiten. Die Ausbildungsfrauen spielten das Kinderspiel "Ich packe meinen Koffer" für ihre neuen Studierendenbegleiterinnen und packten viele Dinge ein, die ihnen das Miteinander mit den jungen Frauen angenehm gestalten sollen. Den Anfang machte ein großer Wecker - nicht, um auf die notwendige Pünktlichkeit anzuspielen, sondern als Sinnbild für die Zeit, die sie miteinander erfüllt verbringen möchten und für den Mut, sich auch Zeit für sich zu nehmen. Von den "anderen Neuen", den Frauen, die im September die Ausbildung begonnen haben, bekamen die drei Diakoninnen schließlich Stifte und Blumensamen - um in Rummelsberg eigene Spuren zu hinterlassen und um Wachsen und Gedeihen zu können.

Das letzte Wort, bevor es zu einem gemeinsamen Abendessen ging, hatten die drei Frauen. Sie bedankten sich - bei den Diakoninnen, die sie als Gemeinschaft begleiten, bei ihren Familien, die ihnen diese Arbeit ermöglichen und beieinander für die kollegiale Verbundenheit, die sie täglich erleben.