Keyvisual
28.11.2017

Dort, wo ihr gebraucht werdet

Neuer Brüderhausleiter und Geistlicher Begleiter in Dienst eingeführt
Von: Dorothée Krätzer

Wurden gemeinsam in ihren Dienst eingeführt und werden eng zusammenarbeiten - Diakon Günter Tischer (links), ehemals Brüderhausleiter und jetzt erster Geistlicher Begleiter der Brüderschaft und sein Nachfolger, Diakon Klaus Buchner (rechts), neuer Brüderhausleiter und stellvertretender Leiter der Brüderschaft

Rummelsberg. Der Stellenwechsel ist vollzogen, als neuer Leiter des Brüderhauses folgt Diakon Klaus Buchner dem Ehepaar Günter und Cornelia Tischer auf dieser Stelle. In einem Festgottesdienst in der Rummelsberger Philippuskirche, umrahmt von Orgelmusik (Dr. Thomas Greif) und Geigensolo (Kristina Schröder), wurde er jetzt feierlich in seinen Dienst inklusive Beauftragung zum Amt der Öffentlichen Verkündigung eingeführt.

Als Brüderhausleiter zählt er automatisch zur Leitung der Rummelsberger Brüderschaft (stellvertretende Leiter). Mit Buchner vollzieht sich ein Wandel, denn erstmals begleitet im Brüderhaus kein Ehepaar die jungen Brüder in Ausbildung. Zudem wurde auch die Residenzpflicht - alle Brüderhausleiter wohnten bis dato im Brüderhaus - aufgehoben. Gleichzeitig mit Buchner wurde Diakon Günter Tischer als erster Geistlicher Begleiter der Rummelsberger Brüderschaft, ebenfalls mit Beauftragung zum Amt der Öffentlichen Verkündigung, eingeführt. Auch mit dieser Stelle geht die Brüderschaft neue Wege, denn als Geistlicher Begleiter wird Tischer einerseits zur Stärkung der geistlichen Gemeinschaft beitragen, andererseits in enger Abstimmung mit Buchner die Brüder in Ausbildung begleiten.

„Der Herr segne dich für deinen Dienst“ - im Kreis der Familienangehörigen, begleitet von Freunden, Kollegen, Vertretern von Brüderschaft und Diakoninnengemeinschaft segnete Brüdersenior Diakon Martin Neukamm zusammen mit Diakon Jochen Nitz (Brüderschaftsrat) die beiden Diakone für ihre neuen Stellen. „Seid ihr bereit, Dienst dort zu tun, wo ihr gebraucht werdet“, fragte Neukamm und überreichte ihnen anschließend die Sendungsurkunde. Sendung heißt es aus dem biblischen Verständnis heraus, in alle Welt zu gehen, sich dorthin senden zu lassen, wo es nötig ist.

Welche Zeit sie in Rummelsberg besonders geprägt habe, wollte Nitz in einer kurzen Vorstellungsrunde von beiden wissen. Für Tischer waren Begegnungen mit Brüdern prägend, Brüder, die ihn wie der frühere Brüderhausleiter Günter Feitl oder als Dozenten wie Dr. Gerhard Wehr und Karl Töpfer begleiteten. In seiner Zeit im Brüderhaus, so Buchners Antwort, habe er damals schnell die Überzeugung gewonnen, am richtigen Ort zu sein. Von daher freue er sich, wieder ins Brüderhaus zurück zu kommen - diesmal mit Dienstauftrag.

In den Mittelpunkt seiner Predigt stellte der neue Brüderhausleiter den Psalm 103 („Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen!“), den er für sich als sein Lebensmotto gewählt hat. „Augen auf für das Gute, für die Begegnung mit dem, der dir alles geschenkt hat“, machte er Mut. Sich nicht zu freuen, negative Gedanken zuzulassen, sei allerdings viel einfacher, stellte er fest. Sorgen und das Sich-Nicht-Freuen seien schwer in die Schranken zu weisen. Sie seien richtige Lebensfreudekiller, denen man bewusst entgegen treten müsse, denn sonst würden sie wie Unkraut alles überwuchern. Um auf gute Gedanken zu kommen, bräuchte es einen Anstoß. Für Buchner ist der Psalm Davids ein Beispiel dafür, wie man sich gegen trübe Gedanken und Selbstzweifel wehren könne.

Keine trüben Gedanken hatten bei der anschließenden Feier im Brüderhaus Platz, bei der viele Glückwünsche und Gratulationen Buchner und Tischer in ihre neuen Aufgaben begleiteten.

-Schriftgröße+
Sie sind hier: www.diakon.de > Detail
Druckversion/NurText-VersionDruckversion